Der Tonabnehmer ist wohl neben der Holzauswahl das elementarste Bauteil in Sachen Sound. Er nimmt nicht nur die Schwingungen der Saiten auf,wandelt sie in elektrische Signale um und verstärkt sie (Aktive Tonabnehmer), sondern gibt dem Sound ein großes Maß an Charakter. Der Tonabnehmer besteht im wesentlichem aus einer Spule (engl.: coil), den Polepiece und einer Abdeckkappe. Es gibt wahrscheinlich 10.000de unterschiedliche Tonabnehmer, meistens kann man sie aber auf zwei zurückführen. Den Singlecoil und den Humbucker.
Der Singlecoil ist die Uhrform des Tonabnehmers. Er wird gerne von
Fender eingesetzt. Singlecoil-Pickups klingen dünn aber knackig, definiert und eher höhenbetont, sauber und offen. Er eignet sich für jede Musikrichtung. Einen Nachteil durch unerwünschtes Brummen sehe ich nicht, es sei den ich spiele meine Fender und schmuse gleichzeitig mit einer Leuchtstoffröhre.
Der Humbucker wurde 1955 von Seth Lover entwickelt, um die damaligen Probleme der Fremdeinstreuung Herr zu werden. Der Trick liegt darin, dass zwei Spulen in einem Tonabnehmer so geschaltet werden, dass die magnetischen Impulse addiert, Störgeräusche aber unterdrückt werden. Der Humbucker hat einen lauteren Output, klingt fetter, druckvoller und wärmer aber auch undefiniert und schwammig. Er eignet sich für jede Musikrichtung.